Wissenschaftliches Institut
für Versorgungsforschung in der Pneumologie

Fortführung eines WINPNEU Projektes zur Erfassung und Dokumentation von COPD Exazerbationen

Evaluation des durch WINPNEU entwickelten MEP-Patientenfragebogen

„EVALU-MEP - Evaluation of the MEP-Score“

Im Rahmen eines WINPNEU Umfrage- und Untersuchungsprojektes zum Schwerpunkt COPD Exazerbationen haben sich in den Jahren 2014 und 2015 zahlreiche Pneumologen an der Erstellung eines Fragebogentools (MEP-Score) beteiligt. Dabei wurden die häufigsten Fragen zur Diskussion gestellt, die von Pneumologen im Alltag genutzt werden, um in den pneumologischen Praxen Kenntnis von stattgefundenen COPD-Exazerbationen zu erlangen - auch wenn die betroffenen Patienten keinen Kontakt in einer pneumologischen Praxis hatten. Die möglichen in Betracht kommenden Fragen wurden im Rahmen eines Arbeitskreises mit Pneumologen ausführlich diskutiert und daraus ein Patientenfragebogen (MEP-Score) mit fünf Fragen filtriert.

In einem zweiten Schritt wurden Sie gebeten, diesen Patientenfragebogen (MEP-Score) hinsichtlich Sensitivität und Spezifität zu beurteilen. Die Ergebnisse wurden in der Pneumologie 2016 70: 98-102 DOI 10.1055/s-0041-110312 „Das Patienten-Questionnaire „Monitoring of Exacerbation Probability (MEP)“ publiziert.

In der aktuellen Untersuchung geht es darum, den Patientenfragebogen (MEP-Score) unter Praxisbedingungen bei einer großen Anzahl von Patienten N=1.000 über zwei Jahre zu evaluieren. Die aktuelle Version soll zusätzlich zum CAT-Fragebogen eingesetzt werden, um neben den CAT-Werten eine MEP-Score Verlaufskurve zu erhalten. Auf diesem Weg passt der MEP-Score zwanglos in die bestehende Arbeitsroutine vieler pneumologischer Praxen und könnten im Idealfall „häufig“ Exazerbierer detektieren, um ggf. mit dieser weiteren Information die Therapiesteuerung bei COPD Patienten zu verbessern.

Geplant sind in der im Jahr 2019 startenden Projektfortführung 1.000 Patienten in 20 Zentren über einen Beobachtungszeitraum von 2 Jahren. 

Gerne können Sie sich als pneumologische Praxis noch an diesem interessanten Untersuchungsprojekt beteiligen. Hierzu nehmen Sie einfach mit der WINPNEU Geschäftsstelle Kontakt auf.

  

WINPNEU unterstützt große Respiro-Studie

Universität Düsseldorf sucht COPD-Patienten für Tabakentwöhnungsstudie

2.000 Raucher und Raucherinnen sowie neue Ex-Raucher und Raucherinnen mit diagnostizierter COPD werden im Rahmen der RESPIRO-Studie in NRW zum Rauchverhalten und zu Rauchstoppversuchen befragt. Das Ziel ist es, Rauchstoppmethoden zu identifizieren, die speziell COPD-Patienten die lebenswichtige Tabakentwöhnung erleichtern können. WINPNEU unterstützt diese wichtige Studie und lädt ein, Patienten aus den NRW-Praxen zur Mitwirkung zu bewegen.

Diese Fragen stellen sich jedem Pneumologen immer wieder, wenn es um COPD-erkrankte Patienten geht, die rauchen: Welche Methoden der Tabaktentwöhnung unterstützen den Rauchstopp am wirksamsten? Und: Welche Methoden werden überhaupt von Pneumologenkollegen verwendet? Das Institut für Allgemeinmedizin (ifam) der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf will diesen Fragen im Forschungsschwerpunkt Suchtforschung und klinische Epidemiologie auf den Grund gehen. Dazu wurde eine Querschnittstudie auf Basis von Fragebögen mit einer kurzen postalischen Nachbefragung vom Studienzentrum entwickelt.

 

Einfache Datenerhebung mit wenig Aufwand für die Praxen

Der konkrete Ablauf der Datenerhebung wurde komfortabel gestaltet: Die teilnehmenden, niedergelassenen Pneumologen werden gebeten, allen Patienten mit stabiler COPD (ICD 10: J44.8x, J44.9x) die während eines 3-monatigen Zeitraums die Praxis aufsuchen, einen Umschlag mit Studienfragebogen (sowie Studien- und Datenschutzaufklärung und Rückumschlag) auszuhändigen. Einzige Aufgabe des Praxisteams wird es sein, die ICD-10 Codierung sowie die FEV1 und FVC-Werte der letzten Lungenfunktionsuntersuchung auf dem Fragebogen zu verzeichnen. Die Entschädigung für die Praxismitarbeiter beträgt einmalig 200,00 Euro. In aller Ruhe haben die Patienten die Möglichkeit daheim zu entscheiden, ob sie an der Befragung teilnehmen möchten oder nicht. Das Studienzentrum unter der Arbeitsgruppenleitung von Prof. Dr. Daniel Kotz steht jederzeit für Rückfragen zur Verfügung.

 

Rauchstopp-Methoden im Alltag

Tatsächlich ist die wissenschaftliche Datenlage im Blick auf die Wirkung verschiedener Tabakentwöhnungsmethoden im Alltag nicht allzu gut. Inwieweit klinisch kontrollierte Studien ein korrektes Bild über die Chancen auf erfolgreiche Tabakentwöhnung geben, wird mit der RESPIRO-Studien geprüft und kann obendrein mit Informationen aus der Allgemeinbevölkerung verglichen werden: Dazu liegen Daten aus der Deutschen Befragung zum Rauchverhalten (www.debra-study.info) von 35.000 Personen vor. 

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